Peter Hofmann - gir

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"Gewitter"

In seiner zweiteiligen Installation „Gewitter“ (zu Murillo: „Der Erzengel Michael stürzt den Teufel in den Abgrund“) greift Peter Hofmann gir, der in seinen Werken gerne Geschichten erzählt, die bekannte Szene auf, indem er die Positionen „Gut“ und „Böse“ inszeniert. Das Foto (Fotograf: Nikolaus Similache) zeigt drei Figuren: Michael, dargestellt als Soldat, stürzt den Teufel, sein Blick „nach oben“ sucht Gewissheit für sein Handeln, daneben ein Junge, unschuldig blickend, die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich lenkend. Für den Künstler ist er die eigentliche Schlüsselfigur, er trägt die Zukunft in sich, er verkörpert das, was kommt, während die beiden anderen Protagonisten bereits Geschichte sind. Während Peter Hofmann den Michael als einen Engel versteht, der auch Achtung und Respekt vor dem Gefallenen hat, zeigt er den Teufel eher ängstlich, eine Zigarette in der Hand haltend und einen roten Schuh tragend. Drei Gipsfiguren auf einem Holzpodest erzeugen Gegenspannung, hier zeigt der Junge beinahe diabolische Züge, während Michael völlig entrückt und der Teufel in der schlechtesten Position ist, er kann sich nicht mehr aufrichten. Eine Allegorie auf das Leben.

Mag. Michaela Seif

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